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PÄDAGOGIK

„Hilfe zur Selbstfindung.“

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Warum mache ich das?

Ich bin ausgebildeter Erzieher und arbeite seit 2011 mit Kindern im Kindergarten, sowie als Parkour Coach. In den letzten Jahren habe ich viele Freunde motiviert Coach zu werden und möchte dabei auch den Fokus auf Pädagogik weitervermitteln. Klar kannst du das auch ohne Informationen machen und sie dir Stück für Stück aneignen, aber als Person mit jahrelanger Erfahrung würde ich dir empfehlen nicht alle Fehler mitzunehmen, die du auch vorher besprechen kannst.
Erziehung ist ein Prozess und wer weiß, wie man mit Kindern und ihren Bedürfnissen umgeht, hat klare Vorteile und wird dennoch Fehler begehen.

Ich habe in Italien, Deutschland und Portugal gelebt und wohne z.Z. in Spanien.
In all diesen Ländern habe ich mit Kindern gearbeitet. Im Kindergarten an der Deutschen Schule Rom, sowie Cascais, sowie als Erzieher in Berlin. Ebenfalls habe ich in Italien, Deutschland und Portugal Parkourkurse angeboten und habe z.Z. Kurse in Spanien am laufen.

Falls du Interesse an einem Onlinetermin zu einem Thema hast, du über Verhaltensweisen von Kinder in deinem Kurs sprechen möchtest oder du mehr über Pädagogik erfahren möchtest, kannst du hier einen Termin buchen. Das Gespräch kann in deutsch, englisch und spanisch stattfinden.
Nach dem Gespräch kannst du eine Spende überweisen.
Ich freue mich auf eure Anfragen.

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Oft gestellte Fragen:

Wie gehe ich mit Kindern mit ADHS um?

Was mache ich, wenn Kinder nicht richtig mitmachen?

Wie präsentiere ich mich gegenüber den Eltern?

Was sind die Bedürfnisse von Kindern?

Ist es okay wenn ein Kind etwas anderes macht?

Wie bekomme ich das Konkurrenzdenken aus der Gruppe?

Wie fördere ich Teamwork?

Wie verwende ich Didaktik?

Wie bereite ich meinen Unterricht vor und nach?

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Warum ist Pädagogik wichtig?

Es gibt viele Dinge die Kinder lernen und im Laufe des Größerwerdens erst körperlich können werden. Hierbei müssen wir uns also die körperlichen Gegebenheiten, sowie unsere Methodik aneignen. Dabei gibt es viele Fehler die man machen kann und viele die man mit ein wenig Informationen vermeiden kann.
Ihr solltet euch damit befassen wie Kinder lernen und wie ihr sie dabei unterstützen könnt.

Das wichtigste ist hierbei der „sichere Hafern“. Eine Person, die dem Kind Zeit und Raum, sowie Rückhalt und Hilfe gibt. Die klare Regeln und Werte vertritt und diese Konsequent beibehält. Die Emotionen Raum gibt, sie erklärt und verwenden lässt. Die dem Kind auf Augenhöhe entgegentritt und jede Person gleich behandelt.

Klingt alles logisch und doch gibt es viele Fettnäpfchen in die man treten kann, die einen Überfordern oder für die man einfach nur einen Tipp braucht um besser damit umgehen zu lernen.

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Körperliche Gegebenheiten

Motorik, Sprache

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass kleine Kinder mit einem Jahr oft entweder sich kaum bewegen, dafür aber schon viele Wörter sagen können, oder sie sich nur bewegen und keinen einzigen Laut aussprechen.

Das liegt daran, dass das Gehirn von kleinen Kindern entweder aktiv Sprache oder Bewegung erlernt, da diese im gleichen Bereich verarbeitet werden.
Das heißt nicht, dass sie eines von beiden nicht lernen, aber ihr Fokus ist auf einem der Bereiche größer.
Erst später kann unser Gehirn den Bereich für Sprache und Motorik richtig trennen.

Es gibt Kinder die eine andere Muttersprache sprechen und uns nicht 100% so verstehen, wie Kinder mit unserer Muttersprache. Selbst wenn wir die andere Sprache sprechen können, heißt das nicht, das wir die richtigen Worte für alles finden und immer alles so sagen, wie es ein Muttersprachler sagen würde.

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Größe, Gewicht

Jedes Kind bringt eine andere Größe und ein anderes Gewicht mit sich.
Wir als Coach müssen darauf achten, dass die Übungen möglichst für alle umsetzbar sind, dass wir alternativen zur Verfügung stellen und das wir Lösungsmöglichkeiten erklären.
Wenn wir Hilfestellung geben, soll das nicht das eigene Bewegen unterbinden.

Hier heißt es so wenig wie möglich, damit die Kinder ihren eigenen Körper bewegen und Lösungen für sich selbst finden können.

Bsp: Ein Kind kommt nicht an die Reckstange heran, da sie zu hoch ist.

Hilf dem Kind nicht, indem du es hochhebst, denn damit lernt es nichts. Stattdessen kannst du dich hinknien und das Kind kann auf dein Knie steigen um so an die Stange zu gelangen. Du kannst dem Kind erklären, wie man eine Stange hochklettert, damit man an die Reckstange herankommt (mehrere Methoden möglich). Evtl. gibt es einen anderen Einstieg, der länger ist, aber auch zur Reckstange führt.

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ADHS

ADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung und bezeichnet eine Verhaltensstörung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen, die durch Auffälligkeiten in folgenden drei Kernbereichen gekennzeichnet ist:

  • starke Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen,
  • starke Impulsivität und
  • ausgeprägte körperliche Unruhe (Hyperaktivität).

Hier gilt es ein überschaubare Regelmenge zu haben, Konsequent zu sein und immer wieder Erinnern.
Zuerst sind die Kinder bei euch richtig, denn sie wollen sich bewegen.
Trotzdem müsst ihr darauf achten, dass sie sich „integrieren“ und gleichzeitig ihren Raum für sich haben.
Regeln, die ein starkes Teambewusstsein der Gruppe fördern, die niemanden Ausgrenzen und allen Platz zum Training geben sind wichtig.
Ebenfalls Aufgaben verteilen. Du musst als Coach nicht alles machen. Deine Kinder und Jugendlichen können auch selbständig Dinge machen, anderen Helfen, Regeln wiederholen und die Gruppe einen kurzen Moment führen. Dies ist ebenfalls wichtig für Kinder mit ADHS.

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Allergien, Krankheiten

Ihr solltet auf jeden Fall erfragen, ob die Kinder irgendwelche Krankheiten oder Allergien haben, damit ihr euer Erste-Hilfe-Set darauf erweitern könnt. Manche Eltern geben dir sogar Medikamente oder ein Asthmaspray als Reserve zur Verfügung, falls es mal zu einem Notfall kommen sollte.

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Ängste

Ängste gehören zur kindlichen Entwicklung hinzu und sollten ernst genommen werden.
Wir als Coaches sollten den Kindern zuhören, Verständnis haben und gemeinsam nach Lösungen zur Überwindung der Ängste suchen.

Dabei sollten wir so normal wie möglich reagieren und auf unsere Körpersprache achten. Schnell grinsen wir über eine vermutlich sinnlose Angst, aber das macht die Situation nur schwieriger.
Versuche Wege und Erklärungen zu finden, wie das Kind mit der Angst umzugehen lernt oder sogar komplett verliert.

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Methodik

Hier gibt es viele Möglichkeiten, aus denen ihr wählen könnt. Ich stelle euch meine vor, die ich sowohl im Kindergarten, als auch beim Coachen nutze und damit unglaublich gut fahre. Meine Methodik setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen und hat keinen Namen. Ich habe sie selber zusammengebaut, mit dem Fokus auf folgende Dinge:

  • einige wichtige Regeln (5-8 Stück max.)
  • Selbständigkeit fördern
  • Impulse geben
  • Gefühle erklären und nutzen
  • Wahlmöglichkeit
  • so viel sprechen wie möglich
  • so viel mitmachen wie möglich
  • Lösungsmöglichkeiten suchen und geben
  • keine Strafen
  • wir sind ein Team
  • Aufgaben abgeben
  • warten lernen

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Regeln

Warum nur 5-8 Regeln. Wir selbst befinden uns in einem überreguliertem System. Straßenschilder, Normen, Pflichten, Rechte, und und und.
Damit wir es den Kindern nicht so kompliziert machen, gibt es wenige Regeln, die alles beinhalten was uns wichtig ist. Diese Regeln sind global und nicht auf Kleinigkeiten ausgerichtet.

REGEL

ZIEL

1 Wir sind ein Team
und helfen uns

Gruppendynamik
Umgang mit den anderen Kindern
Hilfsbereitschaft
Achtsamkeit

2 kein Angriffe, weder verbal
noch körperlich

Regulierung der Emotionen
Streitschlichtung
kein Witze über andere
keine Beleidigungen

3 alles kann Probiert werden,
ist ABER nicht Pflicht

selbständig Entscheidungen treffen
sich mit Ängsten auseinanderzusetzen
Lösungen zu finden
nach Hilfe zu fragen

4 keine Konkurrenz

Gruppendynamik
jeder ist in etwas gut und schlecht
nicht schummeln oder drängeln
Spaß haben

5 Sicht haben: Rücksicht, Vorsicht,
Umsicht und Nachsicht

du bist nicht alleine
aufzupassen was um dich herum passiert
Warten lernen
Gruppendynamik

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Selbständigkeit

Im Vordergrund stehen Vertrauen und Eigenverantwortung stärken.
Für das Vertrauen braucht es eine Person, die Rückhalt, Liebe und Nähe gibt.
Als Coach sind Liebe und Nähe mit Wärme, Verständnis, Mitgefühl und Nettigkeit vergleichbar.
Wir akzeptieren das Kind so wie es ist.
Die Eigenverantwortung lernt das Kind im Laufe der Zeit. Was kann ich schon, worauf kann ich aufbauen.
Hierbei sollte unser Fokus auf Impulse und Möglichkeiten geben liegen.
Jedes Kind benötigt hierfür seinen entsprechenden Raum und seine entsprechende Zeit.
Wut und Frust sind ein Teil des Lernprozesses, auf den wir ebenfalls eingehen müssen.
So erklären wir z.B., dass alles ein Prozess ist und das alles seine Zeit braucht.
Oder dass wir auch mal schlecht waren und alles lernen mussten.
Hier finde ich es sehr wichtig mit Emotionen zu arbeiten und den Kindern Emotionen zu erlauben, mit ihnen aber auch darüber zu sprechen.

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Impulse und Lösungsmöglichkeiten

Jeder Impuls trägt eine Reaktion mit sich. Diese kann verbal oder motorisch sein.
Beides ist wichtig. Wir wollen Impulse geben, die anregen sich zu bewegen, sowie sich verbal mit den Bewegungen und der Umgebung zu befassen.
Mit Impulsen fördern wir die Eigenschaften der Kinder sich mit etwas Neuem zu befassen, ohne dass wir bereits alles machen. Ein Impuls ist wie eine kleine neue Information, über die nachgedacht werden soll.

Lösungsmöglichkeiten sind ähnlich wie Impulse. Du gibst einen neuen Impuls (ein Wort, eine Bewegung), sodass das Kind darauf reagieren kann und sich etwas Neues überlegen kann.
Lösungsmöglichkeiten sind oft auch Erinnerungen an Dinge, die wir schon gemacht haben, die aber gerade nicht als Lösung gesehen werden.
Oft verwende ich den Satz: „Überleg mal, ob das auch noch mit einer anderen Bewegung geht.“

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Gefühle

Gefühle sind immer in uns drin und wir sollten sie wahrnehmen, über sie sprechen und sie verwenden lernen. Kinder sind voll von Emotionen. In der einen Minute bist du als Coach doof und kurz danach bekommst du eine Umarmung.

Bsp: Kind lenkt andere Kinder ab.

Ich nehme das Kind an die Hand und sage: „Ich möchte kurz mit dir sprechen.“
Wir gehen zur Seite (verlassen also die Situation) und ich frage nach, warum das Kind die Anderen ablenkt.
Kind antwortet: „Die sind mir zu langsam.“
Ich sage: „Ich verstehe deine Position, aber wir wollen doch auch auf die anderen Rücksicht nehmen. Vielleicht kannst du einfach die gleiche Übung an einer anderen Stelle machen oder den anderen Helfen ihre Ängste zu überwinden.
Kind antwortet: „Ich will aber dort springen.“
Ich sage: „Okay, das verstehe ich. Dann hast du folgende Möglichkeit. Entweder du wartest bis die anderen fertig sind ohne sie zu nerven oder du rutscht ein Stück zur Seite, so dass alle Platz haben.
Kind antwortet: „Okay.“
Kind läuft los und macht weiter womit es vor dem Gespräch aufgehört hat.
Ich nehme das Kind erneut an die Hand und sage: „Ich möchte nochmal mit dir sprechen.
Gerade habe ich dir gesagt, was deine Möglichkeiten sind und du machst das gleiche wie zuvor.
Mich macht das ein wenig traurig, dass du mich scheinbar nicht verstanden hast du die anderen nicht in Ruhe lassen kannst. Ich muss mir überlegen, ob ich dich wieder trainieren lassen kann, denn so kommen wir nicht weiter. Schaffst du es neben den Anderen zu trainieren oder ist es evtl. doch besser an einer anderen Stelle zu springen?“
Kind: „Na gut, ich geh da hin.“

In diesem Beispiel gebe ich mein Gefühl (traurig) preis. Ich teile dem Kind bewusst mit, dass es mich traurig macht, dass es mich nicht verstanden hat und wir ein weiteres Gespräch haben mussten.
Ebenfalls gebe ich dem Kind eine Lösungsmöglichkeit und eine Wahlmöglichkeit mit auf den Weg.
Die Lösungsmöglichkeit zeigt eine Lösung an selber Stelle und eine Lösung an einem anderen Ort auf.
Die Wahlmöglichkeit zeigt die gleichen Dinge auf, sollte allerdings immer eure Wahl gewesen sein, mit der ihr zurecht kommt. Ihr gebt also zwei Wahlmöglichkeiten vor und es gibt keinerlei Alternative.

In den meisten Fällen wählen die Kinder nach zwei Gesprächen den anderen Ort, da es sie aus dem Kreislauf der vorherigen Situation heraushebt und sie sich dann auf etwas anderes konzentrieren können.

In ganz seltenen Fällen, nehme ich ein Kind auch kurz aus dem Training und sage: „Ich verstehe das du sauer bist, aber so wie du dich gerade verhältst, kann ich dich nicht trainieren lassen.“
Nach 1-2 Minuten führe ich dann erneut ein erklärendes Gespräch und gebe ein letztes Mal Wahlmöglichkeiten (ebenfalls 2 Möglichkeiten, die ich mir ausgesucht habe und für die Lösung der Situation sorgen).

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Wahlmöglichkeit

Wahlmöglichkeiten sollen nicht überfordern und auch nicht den Rahmen des Coaches sprengen.
Wie sehen Wahlmöglichkeiten aus?

Du lässt wählen zwischen zwei Dingen die du schon entschieden hast, dass sie als Lösung helfen und deinen Unterricht nicht stoppen. Das Kind soll die Wahl haben aber auch lernen, das es Kompromisse machen muss.

Bsp: Kind will eine Bewegung lernen, aber andere Kinder blockieren das Hinderniss.

Optionen: Du kannst fragen, ob die anderen Kinder zur Seite gehen
oder du suchst dir einen anderen Ort wo du diese Bewegung ausprobieren kannst.

Bsp: Kind ist sauer und will heute nicht mehr weiter trainieren.

Optionen: Du kannst eine Pause machen
oder du schreist einmal so laut und lange wie du kannst allen Ärger aus.

Beide Beispiele geben zwei Möglichkeiten vor, wie das Kind sich in der Situation verhalten kann. Nun liegt es am Kind sich für eines zu entscheiden.

Bitte frag nicht: „Was willst du denn machen?“

Dies gibt dir keine Sicherheit, dass dein Training normal weitergehen kann. Wenn du auf das Kind eingehen möchtest, müssen alle in der Gruppe das machen, was das Kind machen will, was meist nicht klappt.
Falls du diese Frage stellst, dann nur um herauszufinden, was gerade in dem Kind vor sich geht und wie du evtl. deine Wahlmöglichkeiten auf das Bedürfnis des Kindes abstimmen kannst.

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Sprechen

Warum solltest du so viel sprechen wie du nur kannst?

Gespräche führen dazu sich besser kennenzulernen.
Wenn du viel mit Kindern redest verstehen sie wer du bist, was du so machst und festigen ihre Bindung zu dir. Du wirst als „sicherer Hafen“ angesehen, dem man vertrauen kann, der einem zuhört und der einem Dinge erklärt.
Kinder lernen durch Sprache Bewegungen zu benennen, Bewegungen zu verstehen, Fragen zu stellen und Antworten zu geben.
Je mehr du redest, desto besser.

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Mitmachen, Vormachen

Warum solltest ihr mitmachen?

Kinder lernen schnell ohne Erklärung. Sie schauen sich etwas an und versuchen es zu kopieren.
Wenn du Bewegungen nicht mitmachst oder nur einmal vormachst, kann das Kind nicht auf Fehlersuche gehen. Gib den Kindern die Möglichkeit, sich die Bewegung öfter anzusehen, zu verstehen was du machst und warum es bei ihnen evtl. noch nicht so gut klappt.

Dazu kannst du dann Tipps geben, worauf zu achten ist. Wo kommt der Körperschwerpunkt hin, welches Körperteil trägt das Gewicht, wie laufe ich richtig an, etc.

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Strafen

Strafen haben in meinem Training nichts zu suchen. Warum?

Erst einmal erklärt eine Strafe nichts. Darüber hinaus ist ein Kind was überfordert ist, mit einer Strafe noch mehr überfordert sein. Daraus folgt mehr Frust und kein Verständnis.

Stattdessen: Nimm das Kind aus der Situation raus. Rede mit dem Kind. Erklär dem Kind, dass wir so nicht miteinander umgehen können. Gib Wahlmöglichkeiten zum fortfahren des Trainings.
Kommt das Kind dennoch nicht zur Ruhe, wiederhole alles noch einmal und bring deine Emotionen mit ein (Es macht mich traurig, dass du mich nicht verstanden hast; Es macht mich langsam sauer, dass du keine andere Lösung finden kannst, brauchst du Hilfe).

Als Strafe nutze ich eine kurze Auszeit um dem Kind zuzuhören, die Situation zu besprechen und Lösungen zu finden. Nur im äußerstem Notfall, wenn gar kein Wandel sichtbar ist, muss das Kind eine Pause am Rand machen und nach dem Training gibt es ein Gespräch mit den Eltern (ohne weitere Kinder).

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Team

Wir sind ein Team! Warum ist mir das so wichtig?

In einem Team kann niemand gewinnen oder verlieren, denn entweder gewinnt oder verliert das gesamte Team. Ein Team hilft sich gegenseitig, denn nur gemeinsam sind wir stark.

Hierbei wächst der gute Umgang mit den anderen Kindern, die Gruppendynamik wächst, Achtsamkeit und Hilfsbereitschaft nehmen zu. So wie wir mit unseren Freunden und unserer Familie umgehen, sollen wir uns auch in unserem Team verhalten.

Wie kommt es dazu?

Immer mal wieder Gruppen und Partnerübungen geben. Spielregeln umstellen, dass sie nur gemeinsam klappen können. Als Coach die Kinder direkt um Hilfe bitten (Kannst du bitte den Müll in den Mülleimer werfen; Kannst du mir kurz meine Wasserflasche holen).
Bei der Einbeziehung der Kinder in Situationen steigt deren Selbstbewusstsein, deren Hilfsbereitschaft und deren Empathie. Jedes mal wenn du Hilfe brauchst, gib einen kleinen Teil davon an die Kinder ab, damit sie sich dazugehörig fühlen, damit sie stolz auf sich sind und damit du ihnen zeigst, wir sind auf einer Augenhöhe.

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Delegieren

Klingt erst einmal negativ, doch das sollte es nicht.

Delegieren heißt nicht, dass du die Kindern rumkommandierst. Es soll mehr verwendet werden als Möglichkeit, dass Kinder selbständig werden, Verantwortung übernehmen lernen und teil der Gruppe sind.

Bsp: Du hast ein Kind, was mit dem Knie gegen die Mauer geknallt ist und nicht mehr laufen kann.

Du fragst nach was passiert ist, guckst dir das Knie an und als Lösung fragst du, ob wir es mit etwas Wasser kurz kühlen sollen.
Das Kind antwortet mit ja.
Da meistens mindestens ein weiteres Kind daneben steht und du nicht aus der Situation gehen solltest, fragst du das Kind neben dir: Kannst du mir bitte meine Wasserflasche holen?“

Damit gibst du dem helfenden Kind eine Aufgabe, die in diesem Moment gerade wichtig ist und es wird dir sicherlich helfen und die Flasche holen. Im selben Moment zeigst du dem verletzten Kind, dass du bei ihm bleibst und dich kümmerst.

Bsp: Machmal gebe ich einem Kind die Aufgabe eine Bewegung, die es sehr gut kann, den anderen Kindern zu erklären.

Was ist das Ziel?

Wenn ein Kind eine Bewegung kann, heißt dies nicht, das es die Bewegung erklären kann.
Hier wird zum einen dem Kind die Verantwortung gegeben und es wird für einen kurzen Moment der Coach sein (natürlich mit eurer Hilfe). Darüber hinaus kannst du herausfinden, ob das Kind deinen Erklärungen folgen konnte und sie memorisiert hat.

Delegieren sollte also in Symbiose stattfinden, so wie ein gutes Team sich eben gegenseitig hilft und unterstützt.

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Warten lernen

Warum warten lernen so wichtig ist?

Jeder muss mal warten, ob an der Schlange beim Einkaufen, beim Arzt oder eben wenn jemand gerade anders beschäftigt ist.

Was ist wichtig?

Sag dem Kind direkt: „Du musst kurz warten, weil ich gerade…… mache.“

Lass die Zeit nicht allzu lang werden, damit das Kind versteht, dass du es nicht vergessen hast oder das Gefühl aufkommt, es sei nicht wichtig. Mach aber das, was gerade wichtig war in diesem Moment noch zu ende (z.B. Hilfestellung bei einem anderen Kind; eine Erklärung einer Bewegung).
Diese 1-2 Minuten muss das Kind aushalten lernen.

Danach wendest du dich dem Kind zu mit 100%iger Aufmerksamkeit.

Warten sollte aber auch erklärt werden, wie z.B. beim Training muss man manchmal warten bis man dran ist, das manche mehr Zeit brauchen, das man Platz hat um seine Bewegung durchzuführen, ohne gegen andere zu stoßen.

Ebenfalls gut ist es Kindern eine Reihenfolge zu erklären, Kreisläufe einzuführen, damit die Reihenfolge beibehalten werden kann und natürlich mitmachen und selber auch zu warten.

Ich spiele auch manchmal: Wer kann am langsamsten sein. Jeder muss sich bewegen, aber eben so langsam wie es nur geht.

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